Rasseportrait
Banner groß komplett neue Version 17.02.11 m 1. Schrift und Rahmen

Somali-Rasseportrait

Allgemeines:
Die Somali ist die Langhaar-Variante der Abessinier, die durch das Vorhandensein eines rezessiven Genes für Haarverlängerung  bei einigen Tieren dieser Rasse entstanden ist. Sie unterscheidet sich nur durch die Länge ihres Fells von den, liebevoll Aby genannten, Abessiniern.
In Amerika tauchten bei Abessinierzüchtern immer mal wieder Tiere mit längerem Fell auf, ohne dass man wusste worin dieses längere Fell begründet war. Die Amerikanerin Evelyn Mague war von diesen Tieren so verzaubert, dass in ihr der Wunsch entstand, diese Katzen zu züchten.  1972 wurde der erste komplette Langhaar-Wurf geboren und sie gab dieser Rasse in Anlehnung an diegemeinsame Herkunft den Namen Somali, von Somalia, dem Land, das geographisch neben Abessinien (dem heutigen Äthiopien) in Afrika liegt. Das erste Somalipärchen kam 1977 nach Deutschland und circa 1980 wurden die ersten Tiere ausgestellt und als eigenständige Rasse von den Zuchtverbänden anerkannt.

Körperbau:
Die Somali ist eine mittelgrosse, gut proportionierte Katze mit schlanken, langen Beinen und relativ kleinen, ovalen, Pfoten. Der Körper ist schlank und trotzdem muskulös. Der Gesamteindruck der Katze wird bestimmt durch ihre Eleganz. Der Kopf einer Somali ist im Idealfall wie ein gleichseitiges Dreieck geformt. Die Stirn ist leicht gewölbt. Die Ohren sollen gross und weit auseinander gesetzt sein. Ohrbüschel an den Spitzen sind gewünscht. Das Kinn sollte kräftig sein und das Schnäuzchen darf nicht scharf zugespitzt sein. Die Nase zeigt im Profil eine sanfte Kurve ohne Stop. Die Augen sollen gross, ausdrucksstark und gut auseinander stehend, in den Farben, grün, gelb oder bernsteinfarben sein.

Fell:
Das Fell der Somali ist halblang, fein und sehr dicht. Es fühlt sich sehr weich an. Der Schwanz ist ganzjährig gut behaart und buschig. Das restliche Fell verändert sich mit den Jahreszeiten. Im Winter bildet sich dann eine dichte Halskrause und an den Beinen sogenannte Höschen. Das Fell einer Somali ist sehr pflegeleicht, es braucht nicht gekämmt oder gebürstet werden, eine Somali genießt diese Pflege jedoch als zusätzliche Streicheleinheit, wenn sie früh daran gewöhnt wird.
 
Mit ihrem buschigen Schwanz und der dichten Halskrause – und eventuell noch Pinselchen auf den Ohren - erinnert die Somali in sorrel oder wildfarben an einen Fuchs oder Luchs, die Silberversionen an einen Eisfuchs oder Husky.

Die Besonderheit, die eine Somali, zusammen mit den Abessiniern, von anderen Rassen unterscheidet ist eine einzigartige Fellzeichnung, das Ticking. Das bedeutet, dass jedes einzelne Haar wie ein Ringelsöckchen mehrfach gebändert ist. Das Fell kann bis zu sechs dunkle Bänder haben, am Grund kurz über der Haut hat das Haar einen warmen Farbton, die Haarspitzen sind immer dunkel, je nach Farbvarietät. Die Sohlenstreifen der Hinterbeine und der Aalstrich, der sich vom Nacken bis zur Schwanzspitze über den Rücken zieht, soll noch intensiver in der Farbe des Tickings sein.

Bei wildfarbenen Somalis ist die Grundfarbe ein warmes apricot, das Ticking ist schwarz. Die sorrelfarbenen Somalis haben eine leuchtend warme kupferrote Grundfarbe und das Ticking in schokoladenbraun. Bei den blauen Somalis (Verdünnung von wildfarben) ist die Grundfarbe ein warmes blaugrau und das Ticking tief stahlblau, bei den Somalis in beige-fawn (Verdünnung von sorrel) wechselt sich ein mattes beige als Grundfarbe mit dunklem creme als Ticking ab. Bei den Silbersomalis zeigen die Black-Silver ein reines silberweiß mit schwarzem Ticking. Bei den Sorrel-Silver ist das Ticking in rotbraun, die Blue-Silver zeichnen sich durch ein stahlblaugraues Ticking aus und die Fawn-Silver lassen bei reinem silberweiß ein dunkles warmes cremefarbenes Ticking erkennen. Das „getickte“ Haarkleid zieht sich über Rücken und Flanken, das Fell am Bauch ist einfarbig.

Bei der Geburt ist das Fell einer Somali noch nicht getickt, der Körper ist fast einfarbig und der Bauch zeigt nur eine ganz schwache Grundfarbe. Das Ticking und die Grundfarbe entwickeln sich erst langsam. Das Fell der Somalis ist erst mit ca. 2 Jahren voll entwickelt.
 
Wildfarbene und black-silverne Somalis haben schwarze Fußballen, bei sorrel und sorrel-silver sind diese rosa. Die blauen und die blue-silvernen Somalis haben blaugraue Fußballen und bei beige-fawn und der Silberversion dazu sind die Fußballen altrosa.  Die Haarbüschel zwischen den Zehen sind, entsprechend der Farbvarietät, in der Farbe des Tickings.
 
Helles, cremefarbenes Fell soll sich nur im Bereich des Mäulchens und des Kinns befinden. Graue Haare und Zeichnungen (Streifen) an Beinen oder Brust sind bei Show- und Zuchttieren als Fehler anzusehen.
 
 Bei den Silbersomalis sind bräunliche Flecken im Fell, die als Rufismus bezeichnet werden, unerwünscht. Zu kalt wirkende Fellfarben und ein zu dünnes Fell sind ebenfalls als Fehler zu bewerten.

Charakter:
Die Somali ist eine intelligente, spielfreudige Katze, die Abwechslung liebt. Nichts ist vor ihr sicher. Sie ist bekannt für ihr ausgeglichenes, verspieltes und lebhaftes Wesen, aber sie kann auch ein liebevolles Teufelchen sein, dass die Wohnung im Spiel auf den Kopf stellt. Doch schon im nächsten Moment weicht sie ihrem Menschen nicht von der Seite und fordert ihre  Streicheleinheiten. Sie sucht die Gesellschaft ihrer Menschen, und zeigt durch leises Schnurren und freundliches Köpfchengeben ihre Zuneigung. Eine Somali ist aber nicht penetrant aufdringlich, sie verschafft sich ihre gewünschte Aufmerksamkeit durch ihr sanftes Wesen und ihre Beharrlichkeit. Von ihrer recht leisen, aber durchaus energischen, Stimme macht sie gerne Gebrauch.
 
Sie liebt es, wenn viel los ist und ist eine gute Kameradin für Kinder. Sie bewegt sich konzentriert und elegant und es gibt kaum einen Platz im Haus, den sie nicht erobern möchte. Eine Somali ist nicht gerne alleine und wer berufstätig ist, sollte ihr einen samtpfötigen, aktiven, Spielkameraden gönnen.
 
Man muss eine Somali erleben und ihr Wesen und ihre zauberhafte Art auf sich wirken lassen.

Den Rassestandard der FIFé finden Sie hier.

zurück



27.04.2020